21. Juli 2010

eine neue zeitrechnung

Filed under: events,frankfurt,music — raduletzgo @ 20:51

Ein weiteres Mal scheint das Schicksal Soundbwoys Destiny herauszufordern.
Der geliebte Club im Frankfurter Ostend, der seit acht Jahren Homebase für alle Anhänger karibischer Soundsystemkultur war, schliesst für immer seine Tore. Die Herausforderung die Veranstaltung weiterzuführen nehmen Selecta Max und MC Tobi sowie alle anderen beteiligten Crew Member allerdings gerne an. In einer Nacht und Nebel Aktion haben die Organisatoren alle Hebel in Bewegung gesetzt und sich eine sympatische Location zwischen Hauptwache und Konstablerwache gesichert.

Nach 101 Veranstaltungen findet die erfolgreichste Reggae und Dancehall Veranstaltung des Rhein Main Gebiets “MASTER BLASTER” am 23.07 erstmals im Frankfurter SINKKASTEN statt. Der alterwührdige Club, den jeder kennt und liebt gehört zu Frankfurt wie die Eintracht ins Waldstadion und das Gemalte Haus auf die Schweizer Strasse.

Soundbwoys Destiny hat keine Kosten und Mühen gescheut ihren treuen Fans und allen Reggae Liebhabern diese Veranstaltungen zu ermöglichen. Am 23.07. heisst es also zum 102. Mal Master Blaster in Frankfurt City. Als Gäste aus Köln sind Stingray 45 Disco geladen und es wird gemunkelt, dass auch der ein oder andere Gast auf der Bühne vorbeischauen wird.

nun ist es soweit, unser geliebtes clubheim hat geschlossen und die frankfurter partymachine aka soundbwoys destiny lädt ein zum ersten post-o25 master blaster. wer destiny kennt, der weiß, dass die jungs überal party machen können. bleibt lediglich abzuwarten ob sich diese neue location durchsetzten wird.

das o25 war meistens voll und ein wenig stickig, aber dafür konnte man sich draussen, im biergarten, gepflegt unterhaten (oder fussball gucken und steak essen). im sinkkasten werde ich das definitiv vermissen. der kleine raucherbalkon kann da leider nicht mithalten. auf der anderen seite habe ich auch einen der besten partyabende im sinkkasten erlebt (kid fresh und klever = epic shit!).  das/der sinkkasten ist nicht das o25, aber dennoch eine gute alternative für den anfang.

master blaster #102 am freitag den 23.07.10 im frankfurter sinkkasten. better be there!

17. Februar 2010

se picturr ist random!

Filed under: bullshit — flo3030 @ 00:39

spon hat’s jetzt endlich auch geschafft, über chatroulette zu berichten und ich kann mir ein lächeln nicht verkneifen, wurde doch erst vorgestern just an dieser stelle, dass ende der cr-jokes propagiert. and that’s why blogs exist. wait, … what?

(gesehen im osten frankfurts.)

27. November 2009

aint you hungry my brother?

Filed under: bullshit,frankfurt,politics — flo3030 @ 18:06

Frankfurt (ots) – Am Montag, den 23. November 2009, gegen 22.15 Uhr, wurde ein 29-jähriger Pizzabote durch einen Bestellanruf in den Dunantring gelotst.

Als er dort vor einem Haus stand, wurde er von hinten zu Boden gerissen. Der unbekannte Täter verlangte nach Geld und drohte, den 29-Jährigen umzubringen. Als der Geschädigte nicht umgehend reagierte, trat ihm der Täter mehrfach gegen den Kopf. Schließlich zog er seinem Opfer die Geldbörse aus der Hosentasche und floh in Richtung Schaumberger Straße. Bei dem Portemonnaie handelt es sich um einen Gastronomie-Geldbörse mit etwa 290 EUR Inhalt. (via)

gelesen? gut. jetzt bis mindestens 0:50 video schauen.

Lemme tell you how we gonna get paid
We gonna order take-out and when they send the driver
We gonna stick the 25 up in his face
Lets ride, stepping outside like warriors
Head to the notorious Sossenheim
One weapon to the four of us
Hiding in the corridor
until we see the beams from the car headlights
white boy in the wrong place at the right time
Soon as the car door open up he mine
We roll up quick and put the pistol to his nose
By the look on his face he probably shitted in his clothes

NOT FUNNY! :D (endlich mal gelegenheit dieser uber-track zu posten!)

2. November 2009

no setups…

Filed under: art,bullshit,frankfurt — flo3030 @ 11:31

…nur der osten frankfurts!

7. Oktober 2009

china?

Filed under: bullshit — flo3030 @ 15:53

es ist tony gegen pablo um die nummer 1 im cocaine business? okay, makes sense. aber wer kommt auf sowas, stellt sowas her und wirft es auf den markt?

gesehen im osten frankfurts.

6. September 2009

mutig, mutig!

Filed under: bullshit,sports — flo3030 @ 21:12

bayernfans gibts in frankfurt wahrscheinlich wie sand am meer und in jeder anderen stadt auch. finden wird man sie irgendwann. seltener sind da schon eher die der sorte: “ich-steh-dazu”! ich muss sagen: mir nicht unsympathisch! [aufkleber: rot und weiss, ein leben lang!]

gesehen im osten frankfurts.

28. August 2009

our own sweatshop

Filed under: bullshit,events,fashion — flo3030 @ 03:11

im zuge der festivitäten zum geburtstag der soundbwoys haben wir uns gedacht: “wir brauchen promo, zünd’ den reichstag an lass ma’ wieder shirts machen!” – gesagt, getan. oben gepostetes vid dokumentiert die zustände innerhalb einer frankfurter kleinfabrik: unterbezahlte leiharbeiter aus dem osten europas und besoffene schwätzer mit bauarbeiter-dekolleté! irgendwann demnächst werden wir auch über den blog noch einige shirts raushauen, wer schon vorher eines haben möchte, kommt am besten morgen ins o25.

22. Juni 2009

kanal wilken

Filed under: bullshit,frankfurt — flo3030 @ 23:28

untenstehendes foto geistert schon seit gefühlten 10 jahren durch das internet, also ist es durchaus möglich, dass viele von euch es kennen und vor allem wissen worauf dieser eintrag hinaus läuft:

ich spazier eines morgens vom nordend nach bornheim und will an der burgstrasse in die bahn einsteigen, als sich plötzlich ein orangener lieferwagen nähert und ich mir denke: “das ist doch nicht etwa….., (inside WTF-moment)…das sind FRANKFURTER???”.

politisch völlig incorrect, aber auf einer gewissen ebene, mehr als nur witzig. irgendwie hat mein hirn den standort der firma in berlin verortet, oder eben zumindest irgendwo im osten. ich werde deshalb meinen therapeuten konsultieren. wenn ihr kanaltechnisch mal hilfe braucht, wisst ihr ja jetzt, wen ihr (nicht) anrufen solltet: kanal wilken, zu finden in der kruppstrasse.

10. Mai 2009

Run! wtf? omg!

Filed under: bullshit,events — raduletzgo @ 23:33

Es war ein Samstagmittag und ich wollte am Abend eigentlich mal wieder richtig feiern gehen. An nem Samstag in Frankfurt aus zu gehen gestaltet sich gar nicht so einfach. Die Musik soll tanzbar sein und natürlich auch etwas abwechslungsreicher als nur utz utz utz. Also gehts zum ersten mal ins Hafen 2 nach Offenbach. Auf nem flyer hatte ich was von ner mash-up party mit DJ-Action gelesen. Sounds sweet! Der Herr T. wollte zu mir kommen um gemeinsam zu Flo und seiner Frau zu gehen wo das warumup stattfinden sollte, so mit Jäger, lecker Pastis und als Grundlage Bier (obwohl es ja fett macht). Whatever.

Mit Herr T. verabredete ich mich an einer Busstation in meiner Nähe. Ich war pünktlich, er allerdings nicht, sein Handy hatte er natürlich zu Hause vergessen und so kam es dann auch das wir den Bus verpassten, den letzten. Tja, von Enkheim nach Fechenheim läuft es sich gar nicht mal so lange und dann kann man ja immernoch die Straßenbahn für das letzte Stück nehmen. Also gut, dann laufen wir eben und petzten dabei noch ein Bierchen.

Eine halbe Stunde zu spät sind wir dann dann doch noch bei Flo und seiner Frau angelangt. Der Abend konnte nun endlich beginnen. Yaay! Jacky Cola & Jäger waren unsere besten Freunde und so kam es auch das Flo etwas abkackte und sich kurz hinlegte. Ohh ohh, der macht doch jetzt nicht Schlapp und gehen wir überhaupt noch weg waren meine Gedanken. Wenn ich was getrunken habe (und eigentlich machen ich das ja nicht so ultragerne, einfach weil das Gefühl dannach voll für die Füße ist), dann will ich auch feiern gehen. Also schnell ein taxi bestellt. Ein lautes buuuh geht an 11880, dass die Herrschaften mir ne Nummer von einer Zentrale gegeben haben, die um die Uhrzeit gar nicht mehr besetzt war. Wie auch immer, man hilft sich ja dann doch selbst (was ich eigentlich direkt hätte machen sollen). Das Taxi war pünktlich und in der Zwischenzeit hatte sich auch Flo etwas erholt. Ab nach Offenbach!

Am Hafen 2 angelangt standen schon einige Leute vor der Tür und das Ding vermittelte einen guten Eindruck, so nach tanzen & schwitzen bis in die frühen morgenstunden. 5 Euro sollte die Tür kosten und so war es dann doch etwas verwunderlich das wir eben nichts zahlen mußten. Drinnen angelangt klärte sich dann das ganze auf. Es waren ganze zwei Personen auf der Tanzfläche. “Boooah, das geht ja ma gar nicht!”. Nen Drink an der Bar geholt um uns darauf zu einigen was als nächstes zu tun sei. Das MTW (eigentlich ein Assischuppen) & das Robert Johnson (overrated electroladen direkt neben dem mtw) befinden sich in laufnähe. Also nichts wie hin.

Am Ort des Geschehens angelangt wurde entschieden ins Robert Johnson zu gehen, weil es ja mehr stil hat. LOL! Die Tür kostete hier nen zehner, die Musik konnte diesen Preis jedoch nicht entschädigen also gingen wir direkt auf den Balkon um ne Zigarette rauchen zu können. Da führte doch tatsächlich eine Treppe runter ins MTW wo anscheinend viel mehr abging. Benutzten durfte man diese Treppe jedoch nicht! Okay, dann bleiben wir eben hier. Im Augenwinkel entdeckte ich für einen kurzen Augenblick ein bekanntes Gesicht, aber so richtig konnte ich es zu dem Zeitpunkt nicht einordnen, “vielleicht hab ich da jemand nur verwechselt”. Ich hätte jedoch die junge Dame bemerken müssen, die auffällig ihre Hand vor das Gesicht hielt.

Pfft, egal, die Location stinkte eh, also holte Flo erstmal drei Bier an der Bar und als er zurückkehrte sagte er sowas wie “Sachma, kanns sein das deine Ex hier rumläuft?”. Na klar, obwohl sie ja nie wirklich der Robert Johnson Gänger war! Das war also das bekannte Gesicht, aber warum die Hand davor. Der Sache mußte ich natürlich auf den Grund gehen und so entdeckte ich sie samt bester Freundin und ihrem geizigen Stecher sowie noch nem Typen gar nicht mal so weit von uns stehend und weil ich ja schon noch Guten Abend sage bin ich mal kurz zu der Gruppe gestoßen. Ich wurde mit einem überaus herzlichen “Du bist hier nicht erwünscht” begrüßt. Wow, how nice. Ich fands ja schon immer sehr cool wie viele Fürsprecher ich in ihrem Freundkreis hatte, not a single soul.

Ich bemerkte wie dieser andere Typ seine Hand zwischen mir und meiner Ex hielt, so nach dem Motto “ey komm meiner Frau nicht zu nahe”. Er hat dann wohl schnell begriffen das es nichts bringt auch wenn ich mit der Dame nur versucht habe zu reden (“wie gehts?”), was allerdings nicht erwiedert wurde. Er nahm also die Hand weg. Der Typ war mir irgendwie suspekt, zumal er nur englisch sprach. er kommt nämlich aus Kanada. Ein Mountie also! Whatever dachte ich in dem Augenblick und als ich wieder zu meinen Kollegen ging und mich umdrehte war diese herzliche Gruppe auch schon verschwunden. Warum so hastig weg?

Ist das etwa der neue Stecher? Wenn man gut getankt hat, dann ist rationales Denken eher nicht angesagt also mußte ich der Sache erneut auf den Grund gehen, ganz egal wie sinnlos es im nachhinein erscheint.

Here’s a funny piece of trivia: Meine Ex, ich nenn sie jetzt einfach mal den Highlander beendete unsere Beziehung von heute auf morgen und zwar ohne jegliche vorankündigung mit den Worten: “Du bist so kompliziert, ich bin so kompliziert das geht auf Dauer nicht gut”. Hey, Du kennst mich ja auch erst seit gestern! “Ich brauche jetzt erstmal Zeit für mich und das Studium, eine Beziehung ist mir zu viel, lets’s be friends” und so ein Scheiss halt. Ich sagte sowas wie “Freunde? Spätestens wenn Du nen neuen Stecher hast dreh ich am Rad”, worauf sie erwiederte “Ich habe jetzt gar keine Lust auf irgendwelche Typen” LOL! Der Highlander ist ein Gewohnheitstier und Ihre Beziehung kommen und gehen im fliegenden wechsel. Das hätte ich ja eigentlich wissen müssen, hatte ich nicht schon meinen Vorgänger abgelöst von dem ich zuvor abgelöst wurde und vor dem Ganzen, also am Anfang hatte ich ja schon einen anderen ersetzt. Wie auch immer.

Klar war ich damals enttäuscht als es aus war, das war ja auch nicht nur ne Freundin, das war so viel mehr, so als hätte man den besten Freund und die Freundin bzw. Partner fürs Leben in einer Person. Zukunftspläne hatten wir ja auch schon. Ja, das war meine ganz ganz große Liebe. Die Frau, bei der man einfach weiß, she’s the one. Der Herzschmerz, auch wenn noch ein wenig vorhanden, war nicht was mich an diesem Abend, im Robert Johnson, zornig machte. Es war die Enttäuschung, dass die Person die einem am nahsten ist nicht ehrlich ist und sich von einem komplett abwendet.

Ich kann echt prima damit leben wenn jemand ehrlich seine Meinung kundtut. “Du stinkst, bist dumm, hast nen schlechten Atem, kein Benehmen und ich hab kein Bock auf dich” wäre beispielsweise ehrlich gewesen  ,auch wenn nicht gerade freundlich und damit kann man leben bzw. der Klos ließe sich schlucken. Tja, aber leider war dies wie oben geschrieben nicht der Fall. Ich war plötzlich extrem angepisst, “wer ist der Mountie, was will er vom Highlander?”.

Aight, die Party war vorbei, für mich zumindest. Übrigens, sorry Leute das ich euch den Abend etwas vermiest habe. Mit dem erstbesten Taxi und den Worten “Ich muss ein paar Autospiegel zertrümmern” (völliger Quatsch) sind wir zu Flo gefahren wo mein Rucksack noch stand. “Mach dich mal locker, scheiss auf die Affen. Wir trinken jetzt noch einen” waren beruhigende Worte, die ich allerdings zu dem Zeitpunkt nicht hörte bzw. hören wollte. Ich hab mich also kurz beim Flo auf die Couch gesetzt ne Kippe geraucht und bin anschliessend aufgesprungen hab meine Schuhe angezogen und bin nach Enkheim gejoggt. In Enkheim angelangt hab ich nur meine Jacke ausgezogen und mich auf mein Fahrrad geschwungen. Ab in die Innenstadt, zum Highlander.

Ich war noch ziemlich blau und so wie ich gehackt bin grenzt es eigentlich an ein Wunder, dass ich nicht angefahren wurde oder mich anderweitig aufs Gesicht gelegt habe. An der Oper vorbei und ab ins schöne Westend wo ich dann nun beim Highlander vor der Tür stand. Oben brannte gedimmtes Licht. “Ob wohl jemand Daheim ist? – Klingeln bringt Gewissheit!” Der Mountie brabbelte irgendwas in die Gegensprechanlage. “Alles klar! So läuft also der Hase”, anschliessend brüllte Highlander was ich denn wolle und ich solle mich verpissen. As mentioned before, I was drunk, also kein rationales Denken angesagt und so brüllte ich auch zurück das ich Mountie den Arsch aufreissen werde. Was man halt in Frankfurt so sagt.

“Ich gehe hier natürlich nicht weg” und so hab ich dann noch ein paar mal geklingelt bis Highlander das Fenster öffnete und mir drohte die Bullen zu rufen. “Ja bitte, mach doch” war sicherlich keine kluge Antwort, aber was solls. “Soll ich den Jungs in grün blau nen Grund geben zu kommen?”. Ich hob eines dieser tollen DB-Fahrräder hoch und drohte es auf ihr Auto zu werfen (wie gesagt ich drohte nur, auch wenn rationales denken zu dem Zeitpunkt nicht meine Stärke war, so wußte ich doch, das gibt beef und zwar richtig).

Mountie der einen halben Kopf größer ist als ich und dafür nur halb so breit mischte sich nun mit einen “Hey you Twat” in die Diskussion ein. Aight Kollege, that’s a wrap! Es wird Fäuste regnen and you know it! In Frankfurt ist das die good ol’ Respektschelle die man für nen dummen Spruch kassiert. Also gut, “STFU motherfucker or I’m gonna fuck you up so bad. You just don’t want this to happen”. Ich war erstaunt, ich war zwar voll wie ein Kelch, aber der Spruch flutsche mir ohne Probleme und ohne großartiges Nachdenken extrem gut von der Zunge. Warum auch nicht! Mountie ist ein Würstchen!

Wenn man die Klappe aufreisst, weil da ein Affe unten vor der Tür tobt dann geht man auch runter und gibt dem Herren eine damit er vergisst was sein Problem war und nach Hause geht, ansonsten ist man einfach still. Das gebrülle bzw. die Diskussion ging noch etwa drei Minuten so weiter. Mountie brüllte irgendwas in Bezug zu meiner Yankess Kappe die ich noch im Club aufhatte. Ich habe kein Plan und weiß gar nicht was das bedeutet war der ungefähre Wortlaut. Yeah, yeah. Baseball find ich scheisse, aber die Kappe hab ich nun mal in NYC gekauft und daher trage ich sie gerne. Memories and shit! Highlander drohte mir noch immer mit der Polizei, dass ich in U-Haft komme wenn ich so weitermache, dass ich meinen Job verliere und das ich meinen Mund halten halten soll. “Was willst Du denn, Du hast doch niemand, Du bist nichts!”. Once again, it’s a wrap!

Die Herrschaften in grün blau gesellten sich nun auch dazu, allerdings gerufen vom Nachbar, weil es ja doch etwas lautstark um vier Uhr morgens zuging. “Schönen guten Abend, der Nachbar hat sich beschwert, weil es hier zu laut ist. Personalausweis bitte!”- “Ja gerne” erwiederte ich und drückte einem der Herren das Teil in die Hand, der zweite Beamte gab dann per Funk meinen Namen durch. Routine eben und besonders motiviert wirkten die drei Kollegen auch nicht. In der zwischenzeit, während Mountie noch immer brüllte um der Polizei mitzuteilen was für ein Assi ich doch sei kam Highlander herunter, um mich mitnhemen zu lassen. “Der macht randale, der will mein Auto kaputt machen. Das ist ein Stalker.” Schmunzeln in der Runde. “Ja gut, Herr Raduletzgo, hiermit erteilen wir Ihnen einen Platzverweis.” Ich hatte das recht zu schweigen wovon ich auch gebrauch machte und war zudem extrem entspannt und ruhig als ich dann doch fragte ob sie mich in U-Haft stecken wenn ich dagegen verstoße. “Nein, natürlich nicht. Da müssen Sie schon andere Dummheiten anstellen.” Ich blickte zu Highlander rüber und sie wirkte nach dieser Aussage noch angepisster also zuvor.

Ich nahm mein Rad und ging weg. Ich hatte ja nen Platzverweis, aber die Herrschaften in blau konnten ja nicht die ganze Nacht vor Ort bleiben. Kurz gewartet bis die Luft rein war und dann wieder zurück zu Highlanders Butze wo ich erneut sturmklingelte. “Pimpern ist nicht und wenn dann nur mit abturn!”.

Erneut drehte ich eine Runde mit dem Rad, kaufte mir Kippen, klingelte wieder bei Highlander und suchte einen günstigen Ort zum warten auf. “Ich warte bis der Hurensohn runter kommt” waren in etwa meine Gedanken. Ich führte Korespondenz mit Flo der noch immer versuchte mich zu beruhigen “Geh Heim Mann, mach was sinnvolles. Wirf ihr von mir aus ein Stück Scheisse in den Briefkasten”. Das war echt keine schlechte Idee, aber leider war keine Scheisse in Sichtweite. Ich bin also allein, nicht das ich es auch ohne fremde hilfe hätte handeln können, aber ich beschloss mich um etwas Backup zu kümmern. Eine Rundmail an ein paar Jungs die auch austeilen können wurde verschickt. Ich wartete, drehte erneut eine Runde mit dem Rad und klingelte. Das alte Spiel eben.

Herr S. meldete sich als erster per SMS, versuchte mich aber vorerst nur zu beruhigen. “Mach dich ma locker, weiß aber net ob ich kommen kann, weil ich Besuch aus England da hab”. “Okay, kein Ding, hauptsache jemand mit dem man babbeln kann” (danke dude). Flo fragte erneut den Status ab und plötzlich meldete sich auch Herr L. (der loyalste Mensch den ich kenne. Du hast sowas von gut bei mir). “Alle klar, wann wo wie?”. Kurz die Adresse durchgegben und weiter warten. Mittlerweile wurde es auch langsam hell und ich drehte erneut eine Runde bei der ich kleine handliche Erdklumpen entdeckte. Aufs Schlafzimmerfenster werfen, war so ein Gedanke, aber ich zweifelte ein wenig an meiner Treffsicherheit, wie gesagt Basball finde ich scheisse, also wurde dieser Gedanke schnell verworfen. Ein Stück weiter links von den Erdklumpen entfernt grinsten mich plötzlich zwei Kackwürste an. The rest is history.

Herr L. meldete sich und teile mir mit das er sich in kürze auf den Weg macht.

Es war mittlerweile Hell und nach dem ganzen Alk hatte ich ein Brand wie ne Bergziege. Gut das es gleich um die Ecke eine Bäckerei gibt. Caprisonne und ein Croissant war genau das richtige Frühstück. Auf dem Rückweg sah ich Highlander auf dem Balkon stehen und winkte ihr zu. Sie telefonierte und brüllte mir was zu. Kurze Zeit später tauchte dann der geizige Stecher ihrer besten Freundin mit Frühstück auf. “Ohh, ein Schlichter oder was?”. Ich bin ja kein Arschloch von natur aus, also drohte ich ihm natürlich nicht seine Nase zu brechen und unterhielt mich ein wenig mit ihm. Verstanden hat mich der junge Mann allerdings nicht, wie auch, er kennt mich ja nichtmal! Wir sind uns bisher zwei mal begegnet, aber urteilen kann er. Ich persöhnlich glaube an die bedingungslose Liebe, er nicht. Ein Nenner finden, no way! “Du setzt Highlander unter Druck”, “Highlander hat Angst vor dir.”, “Highlander ist seit einem Monat mit Mountie zusammen” waren seine Worte. Hey, seit einem Monat waren wir getrennt. Nice! Sein Frühstück habe ich nicht angefasst.

Ich finde es ja immerwieder schön wenn sich die Freunde der Ex gegen einen stellen, weil man ja ein Arschloch ist, immer. Egal ob es streit gab oder unsere Beziehung harmonisch verlief. Ich hatte bei diesen Pennern nie einen Fürsprecher, weil ich ja das Arschloch bin, immer und dabei kennen die mich gar nicht.  Dann muss man sich plötzlich vor vier Leuten rechtfertigen. Whatever!

Während ich da mit diesem Typen hockte brachte mir Highlander ein paar meiner Sachen runter, die ich mit Recht zurückgefordert hatte.  Herr L. und ein weiterer Kollege stießen dazu. Der Typ verpisste sich und wir hockten also unten aufm dem Platz vor dem Haus und warteten während die Sonne uns küsste. Es war mittlerweile 11 Uhr und wir babbelten über dies und das. Highlander stand telefonierend auf dem Balkon und gab wie ich im nachhinein feststellte dem gezigen Typen und dem Mountie anweisungen um sich aus dem Haus zu schleichen und ins Auto zu steigen. Wir hatten uns verbabbelt, das passiert in Frankfurt. Die beiden Affen fuhren davon. Ich richtete meinen Zeigefinger auf den Mountie und er hielt seinen Daumen hoch, als wolle er sagen “Na und”.

“Der ist jetzt weg auf der anderen Seite des Ozeans” brüllte Highlander vom Balkon herab. Herr L. brachte den Vorschlag zu seiner Mutter zu gehen da an diesem Tag dort gegrillt wurde. “Aight”, was besseres hatte ich in dem Augenblick eh nicht vor auch wenn ich etwas enttäuscht war wie das ganze ausgegangen war. “Leider vorerst kein Fäusteregen für den Mountie!”

Ab in die Bahn in Richtung Riederwald zu Herr L.’s Mutter. Herr L. ist Pole und dementsprechend waren auch das Grillgut und die eingelegten Gurken. Delicious! Vor dem Essen genehmigten wir uns ein Konterbier und einen Jäger am Büdchen. Das war echt gut, es sorgte ein wenig für innere Ruhe. Da ich die ganze Nacht wach war bin ich direkt nach der Ankunft bei Herr L.’s Mutter in der Sonne eingeschlafen. Als ich die Augen öffnete war die Ruhe abgelöst durch extreme Unruhe. Wir aßen, ich bedankte mich und anschliessend  gingen wir, er zu nem Kollegen und ich nach Hause.

Zu Hause angelangt wechselte ich meine Klamotten und fuhr erneut in die Innenstadt, wieder zu Highlander, nur war keiner da! Ich wartete ein wenig und versuchte mich zu beruhigen, aber das war nicht wirklich möglich. Der Klos war einfach zu groß um ihn direkt zu schlucken. Ich entschied mich doch wieder Heim zu fahren um dann dort meine Abturns zu schieben.

Auf dem Heimweg mußte ich an dem Haus der besten Freundin vom Highlander vorbeifahren (okay, okay, es war ein kleiner Umweg). Einige Meter vor dem Haus stand tatsächlich ihr Auto. Okay, also erneut warten. Hatte mich sogar mittlerweile voll ans Warten gewöhnt, so konnte ich auch ein Polizeiauto beobachten das nicht unweit von mir hielt. Nicht schon wieder dachte ich mir als die beiden Beamten in meine Richtung liefen. Ich war jedoch nicht ihr Ziel, sondern eine Gans die sich auf dem Grünstreifen auf dem Alleenring verirrt hatte. Irgendwie war das ein komisches Bild. Man stelle sich einen Beamten vor der tatsächlich versucht eine Gans zu fangen indem er eine Decke auf sie wirft und natürlich jedes mal nicht trifft. Nun gut, die Ente flog von selbst davon und die Herrschaften ginen. Dafür kamen zwei andere Herrschaften. Es waren Highlander und Mountie. Ich grinste und machte einen Schritt auf ihn zu, daraufhin brüllte Highlander “Run!” und Mountie lief davon zurück in Richtung Hauseingang aus dem sie gekommen waren. Ich rannte ihm etwa zehn Meter hinterher, drehte dann allerdings um, um mein Fahrrad zu mitzunehmen. Als ich ihn erreichte war er schon im Hauseingang verschwunden. Funny shit, erst hat er ne große Klappe und dann rennt er vor mir weg. Irgendwie war das eine Genugtung und Ruhe kehrte in mich ein. Mir kam dann auch gleich eine Line aus einem Chappelle Skit in den Sinn (@ Minute 2.54).

Ich traf mich noch kurz mit Herr B. um noch ein letztes Bierchen zu trinken und von den Geschehnissen zu berichten. Alles war wieder gut. Na ja, fast. Meine Lunge muss sich noch etwas erholen, immerhin hatte ich in den letzten 24 Stunden sechs sieben Schachteln Zigaretten geraucht. Im großen und ganzen war der Abend dann doch sehr abwechslungsreich und definitiv besser als im Robert Johnson abzustürzen.

Gute Nacht.

edit: das der mountie eigentich aus england kommt ist auch bekannt, aber da diese kombination so schön beschissen ist, lasse ich das ganze einfach mal so stehen. ;)

18. Februar 2009

tha good ole days

Filed under: frankfurt — flo3030 @ 18:20

Bilde ich mir das ein, oder hab ich das letzte mal 1,20 dm(!) für sprit bezahlt? Jedenfalls ist ganz interessant was man auf dem arbeitsweg, der ein altes industriegebiet kreuzt, alles so findet. wenn das allgemein anerkannte volkslexikon dann auch noch einen vielseitigen und -sagenden artikel über den architekten des komplexes in dem man heutzutage beschäftigt ist führt, fühlt man sich doch gleich ein kleines bisschen wichtiger. dieser scheint nämlich  irgendwann im laufe der zeit “zum Vorreiter der sachlichen Architektur und des modernen Industrie-Designs” geworden zu sein. glückwunsch.

bezüglich des entsetzens über die kosten anhaltender vehikelfütterung, hilft mir das allerdings auch nicht weiter. Picture (as always) taken with a handycam in the east of frankfurt/main, germany.

1. Dezember 2008

Frankfurter Frühstück! ©

Filed under: bullshit,frankfurt — flo3030 @ 21:53

Den Frankfurter Applaus kennt jeder! Neu auf dem Markt ist seit kurzem das Frankfurter Frühstück©: 4 Pumpen und ein angebissenes Mohnbrötchen. Bleibt zu hoffen, dass der Winter nicht all zu kalt wird.

Gesehen im Osten Frankfurts.

7. September 2008

Best Worscht in Town!

Filed under: food — flo3030 @ 06:08

Bevor wir unsere erste ordentliche Restaurant/Fresstempel-Review veröffentlichen, geht es noch einmal um Fast Food. Den Frankfurtern werde ich nichts Neues mitteilen, wenn ich schreibe, dass man bei BWIT verdammt gut snacken kann. Nachdem wir nun auch die frischeste Dependance auf der Hanauer Landstrasse besuchten, fühle ich mich fast genötigt, ein paar Zeilen zu verfassen.

Klar ist: Es gibt dort (auch) tatsächlich die best Worscht in Town. Ich weiss nicht ob der Chef inzwischen Franchises vergibt oder sich auch selbst um diesen Laden kümmert, aber jeder Worschtfan kommt hier voll auf seine Kosten. Alle möglichen, verschiedenen Arten von Worscht, Saucen in allen erdenklichen Geschmachsrichtungen und vor allem in unzähligen (7) Schärfegraden lassen dem Besucher das Wasser im Mund zusammen laufen.

Darüber hinaus präsentiert sich der Laden sauber, aufgeräumt – auch hinter der Theke – und die Angestellten sind sich für keine Erklärung oder ein Lächeln zu schade. Zur Mittagszeit wird es in dieser Ecke Frankfurts natürlich ein wenig hektisch, so sollte man den Snackpoint zum genüsslichen Schlemmen in Ruhe, besser ausserhalb dieser Zeiten aufsuchen.

Auch die Preise sind, angesichts der Portionen, mehr als fair, ohne das hier mehr Wert auf Quantität, statt Qualität gelegt wird; ich würde sagen das Verhältnis stimmt. Kurzum: Wer Worscht mag und seinen Verdauungstrakt mal wieder auf Hochtouren bringen will und kann, kommt an BWIT nicht vorbei. Beide Daumen hoch!

Snackpoint 7
Hanauer Landstrasse 220
60314 Frankfurt
Mo-Sa 10-19Uhr

25. August 2008

Autofahren in Frankfurt – in Zukunft nur noch im Panzer

Filed under: bullshit — raduletzgo @ 09:32

Ich liebe ja den täglichen Weg zur Arbeit mit dem PKW. Da könnte ich doch glatt zum Bulimiker werden, da ich jeden morgen kotzen könnte! Wie kann man nur so bekackt Auto fahren, da hat man echt das Gefühl als wären nur dilettantische Sonntagsfahrer um einen herum. Auf konkrete Beispiele möchte ich nicht eingehen, da dies sonst den Rahmen dieses Blogs sprengen würde. Ganz besondere Spezis sind allerdings so Jungs und Mädels die morgens mitten im Berufsverkehr in zweiter Reihe halten um mal schnell eben den Überweisungsträger bei der Bank einzuwerfen, oder Zigaretten kaufen, oder mal schnell ein Brötchen holen, oder…

Ob es daran liegt, dass ich mir ein 1A Fahrrad gekauft habe, welches ich in letzter Zeit genutzt habe um zur Arbeit zu fahren? Ich weiß es nicht, aber irgendwie habe ich generell keinen Bock mehr Auto zu fahren und das hat absolut nichts mit den hohen Spritkosten zu tun. Sollte ich es weiterhin nutzen, dann nur wenn ich ein Megaphon mit mir führe um meinen Frust an den ganzen Vollpfosten auszulassen, oder noch besser wäre da ein Panzer – dann ist Schluss mit lustig!

Armageddon!!!

Eine Alternative ware natürlich auch diese nette Fahrzeug:

Und weil es einfach nur saucool ist und ich so was schon immer mal verlinken wollte, hier noch der selbstgebaute Panzer von Student Will Foster (19 Jahre):

Zweite Reihe Parker here I come!

Sonntags in Köln – Auswärts dabei

Filed under: sports — raduletzgo @ 00:23

Eigentlich schaue ich mir die Bundesligapartien der Eintracht lieber zu Hause im heimischen Stadion an oder vorm TV. In den seltensten Fällen gucke ich mir eins der Spiele auch mal Auswärts vor Ort an wenn sich die Möglichkeit ergibt. Vergangenen Sonntag war es mal wieder soweit.

Für den zweiten Spieltag der Bundesliga und somit dem ersten Auswärtsspiel der Eintracht in dieser Saison konnte ich noch zwei Karten für das Spiel beim 1. FC Köln ergattern. Also sind wir dann am Sonntag doch noch spontan an die Stadt am Rhein gefahren und selbst das Wetter spielte mit.

In Köln angekommen war ich direkt erstaunt von dem hohen Polizeiaufgebot, ob es berechtig war, das vermag ich nicht zu beurteilen, aber Vorsicht ist ja die Mutter der Porzellankiste und somit auch besser als Nachsicht.

Bevor es zum Stadion ging, haben wir in der Nähe vom Dom bei Früh noch ein leckeres Jägerschnitzel mit Pommes und dazu noch ein paar Kölsch zu uns genommen.

Um uns herum waren sehr viele angereiste Frankfurter Fans zu sehen und vor allem zu hören. Ja, es ist ein Auswärtsspiel und ja Frankfurt hat mitunter die lautesten Fans der Bundesliga (mitunter auch die asozialsten), aber irgendwie kann ich auf diesen ganzen Trubel drum herum auch verzichten. Ich wollte lediglich einen angenehmen Sonntagnachmittag in Köln verbringen und ein bisschen Fußball gucken.

Auf dem Weg zurück zum Parkhaus und auf der Suche nach einer Sparkasse habe ich dann noch eine Dunkin Donuts Filiale entdecket. Fuck verdammt, Banken sind da zwar nicht so viele zu finden wie in Frankfurt, aber dafür gibt’s in Kölle Dunkin Donuts. Yaay!

Der Weg zum Stadion aus der Innenstadt war sehr einfach zu finden dank GPS und Navigationssystem und je näher man der Rhein Energie Arena kam umso mehr staute sich der Verkehr, aber alles hielt sich im erträglich Rahmen. Vom Parkplatz (P1) aus bis zum Stadion war es ein Fußweg von ca. 10 min.

Am Stadion angelangt konnte ich direkt das Gelände betreten und hatte keinerlei Wartezeit bei der Einlasskontrolle. Schnell noch aufs Klo und selbst hier sieht bemerkt man das der Architekt mitgedacht hat, eine Tür ist für den Eingang und eine für den Ausgang (Frankfurt hat so etwas natürlich nicht), das macht Sinn, da an Spieltagen viel Bier getrunken wird und mindestens genauso viel gepinkelt wird, dementsprechend hoch ist der Verkehr an diesem stillen Örtchen. Erstaunt war ich ebenfalls von den Desinfektionsmittel-Spendern auf den Toiletten wenn das Geschäft doch etwas größer wird, das macht wiederum auch Sinn, da etliche Fans und Nicht-Fans genauso wenig zielen können wie Köhler auf das gegnerische Tor oder Amanatidis mit seinen Pässen bei dem besagten Auswärtsspiel.

Im Block (O11) angekommen sorgten die ersten Frankfurter schon für Stimmung und wenn man die Eintracht ein bisschen kennt, dann erkennt man auch einige bekannte Frankfurter Gesichter. Hey, immerhin war da wohl irgend so ein Schauspieler aus der TV-Serie „Verbotene Liebe“ anwesend, aber ich habe keine Ahnung wie der gute Mann heißt.

Weitaus weniger erfolgreich beim erspähen von „bekannten Gesichtern und Freunden“ war Miss Piggy eine Reihe vor mir. Die gute war nicht groß gebaut, sondern eher breit und natürlich musste sie alle zwei Minuten aufstehen, da sie anscheinend glaubte jemand im Stehblock erkannt zu haben und selbst wenn, who the fuck cares? Ganz abgesehen davon, dass wir im Oberrang saßen! Noch wurde das Spiel ja nicht angepfiffen, also konnte es mir auch egal sein, was die Tante vor mir macht, allerdings machte sie mich verrückt mit ihrem zurechtrücken des Shirts nach dem Aufstehen und nach dem Hinsetzten, die gute fühlte sich anscheinend zu fett.

Ja verdammt, ich schweife schon wieder ab, aber so Leute gehen mir nun mal auf den Sack, so etwas macht mich ganz kirre. Einen muss ich allerdings noch drauf setzten, rechts von mir saßen diese Jungs die mir bereits in der Innenstadt aufgefallen waren. Anhand der hässlichen Poloshirts in Kombination mit noch hässlicheren Frisuren und der Piloten Ray-Ban sahen diese Jungs so aus, als hätte ihnen (die Schule Schloss) Salem Freigang erteilt. Was zum Teufel macht die „Verantwortungselite“ bei einem Ballspiel das überwiegend vom Proletariat besucht wird im Gästeblock? Na ja, vermutlich waren das wannabe Internatsschüler, da Pappa ihnen doch sonst bestimmt ein paar Tickets auf der VIP Tribüne organisiert hätte.

Ich habe eben bei Wikipedia gelesen, dass Patrice, sein Abi auch in Salem gemacht, von wegen Ghetto und so. Ich lach mich schlapp! Nun zurück zum Sport:

Es folgte die Mannschaftsaufstellung der Kölner und irgendwie hatten die Frankfurter die Heimmannschaft genauer studiert, da sie bei allen Spielern die Nachnamen kannten, aber anscheinend heißen alle Kölner „Arschloch“ mit Familiennamen – da sind die Eltern wohl doch Geschwister.

Wie auch immer, das Spiel wurde nun endlich angepfiffen und Miss Piggy musste natürlich weiterhin stehen und sich wieder hinsetzten und ihr Shirt zurechtrücken. Unglaublich, wie mir jemand mit so einer Kleinigkeit auf den Sack gehen kann, aber das habe ich ja bereits erwähnt.

Die Eintracht spielte irgendwie lahm, aber sonderlich Action hatte ich auch nicht erwartet. In der 30. Spielminute kassierten die Frankfurter ihr erstes Tor durch einen Befreiungsschlag von Mannschaftskapitän Ümit Özat auf Milivoje Novakovic und kurz darauf erhielten die Kölner noch einen elf Meter, da sich der Frankfurter Verteidiger Patrick Ochs ein wenig zu ambitioniert im Strafraum gegen Sergiu Radu durchsetzten musste/wollte. Überflüssig war das Ganze schon, aber er hat immerhin Glück gehabt, das hätte nämlich ganz easy rot geben können.

Der Kölner Roda Antar patzte beim dem elf Meter-Schuss und somit ging der Ball dann an den Pfosten. Die restliche erste Halbzeit verlief eher öde und als Trainer Friedhelm Funkel Mehdi Mahdavikia nach der Halbzeit einwechselte, rechneten viel schon mit dem Schlimmsten.

Doch dann kam die Wende, Faton Toski wurde durch Caio, dem teuersten Einkauf in der Geschichte der Eintracht ersetzt. Caio soll ja angeblich das Problemkind  (gennant auch “Problem-Brasilianer”) der Eintracht sein. Okay, er kam wohl mal zu fett aus dem Urlaub zurück, aber mittlerweile hat er einige Kilo abgenommen und wirkt sehr fit. Bisher durfte er auch keine einzige Partie durchspielen, ebenso selten wurde er bisher auch eingewechselt, aber jedes Mal wenn er spielen durfte, dann ist der 22 jährige Brasilianer aufgefallen.

Ab dem Augenblick als Caio auf dem Platz stand änderte sich die ganz Situation. Die Eintracht wirkte insgesamt aggressiver. Caio war keine fünf Minuten im Spiel und erzielte mehr Schüsse auf das gegnerische Tor als alle anderen seiner Teamkollegen. Getroffen hat er zwar nicht, aber immerhin hat er sich bemüht.

In der 81. Spielminute konnten die Frankfurter dann zum Glück durch einen Pass von Kapitän Ioannis Amanatidis auf Martin Fenin, der das Leder per Kopfball im Kölner Tor versenkte, mit einem 1:1 ausgleichen. Caio war an dieser Situation beteiligt, auch wenn er nur den Ansatz dieser vorbereitet hat.

Die Frankfurter erhöhten den Druck auf die Kölner, aber konnten sich letztendlich nicht durchsetzten und somit endete diese Partie mit einem 1:1. Immerhin, das ist der erste Punkt für die Frankfurter in dieser Saison.

Zum Schluss wurde natürlich noch eine Rauchbombe im Frankfurter Stehblock gezündet was für Aufregung bei den Kölner Ultras sorgte, doch durch das massive Polizeiaufgebot konnten Ausschreitungen unterbunden werden und so verlief der zweite Spieltag in Köln relativ friedlich.