München – Eine frühere Tochtergesellschaft der Liechtensteiner Fürstenbank LGT muss einem deutschen Steuersünder Entschädigung zahlen, weil sie den Anleger zu spät darüber informiert hat, dass seine Kundendaten und die von mehreren hundert anderen Bundesbürgern gestohlen worden waren. Wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtet verurteilte der Richter die Rechtsnachfolgerin der LGT Treuhand zu einer Zahlung von 7,3 Millionen Euro…
“Bei den 7,3 Millionen Euro handelt es sich um die Summe, die die deutsche Justiz dem Kläger als Bewährungsauflage auferlegt hat”, erklärte der Gerichtssprecher. Ursprünglich habe der Kläger die komplette Summe gefordert, die er hinterzogen habe…
Die Argumentation der enttarnten Steuersünder ist demnach im Wesentlichen dieselbe: Hätte die LGT Treuhand sie unverzüglich über den Datenklau informiert, hätten sie sich selbst beim deutschen Fiskus anzeigen oder von einer zeitweiligen Amnestie profitieren können. Dadurch wären sie mit geringeren Geldstrafen davon gekommen als dies nach ihrer Enttarnung der Fall ist…
Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen und anschliessend ganz laut lachen. Da gibts also diesen Steuersünder Dieb Betrüger der nen ordentlichen Haufen Kohle dem deutschen Staat vorenthalten hat, weil aber seine Bank ihn nicht früh genug über die Entwendung der Daten informiert hat klagt dieser Gutmensch (der ganz bestimmt für Haiti gespendet hat) den von ihm hinterzogenen Betrag ein und ein Liechtensteiner Gericht gibt ihm auch noch (teilweise) recht!!!
Ich glaub ich brauch erstmal nen Schnaps! Dreistigkeit hat sich schon immer bezahlt gemacht. You gotta love this world!
via spon