28. August 2008

Rasenmäher Reloaded

Filed under: bullshit,tech — raduletzgo @ 18:49

Wenn ich dann doch letztendlich mein eigenes Anwesen besitzen sollte mit einem 5.000 m² großen Garten, dann werde ich mir sicherlich auch diesen schicken ferngesteuerten Böschungsmäher der Marke Spider kaufen, ganz egal ob das Gelände eine Böschung hat oder nicht. Dann kann man nämlich schön auf der Terrasse hocken, seinen Äppler schlürfen und dabei den Rasen mähen. Einziges Manko, die Reichweite beträgt nur 100m, also muß man dann doch irgendwann den Standort wechseln.

Das Gerät ist mit einem bis zu 123cm breiten Mähdeck ausgestattet und mit 13,4 KW (18 PS) Antriebsleitung geht es laut Herstellerangaben durch dick und dünn, ebenso lassen sich alle vier Räder gleichzeitig um 360° drehen. Somit kann wirklich überall gemäht werden, bei über 30° Böschungswinkel ist nämlich für herkömmliche Rasenmäher Feierabend und dann hilft nur noch die Motorsense, aber die ist nun mal auf Dauer extrem laut und wer will das überhaupt noch.

Gesteuert wird der Spider über eine Fernbedienung an der sich alle Einstellungen vornehmen lassen (Starten und Stoppen des Motors, an/aus des Mähwerks, sowie Drehzahlregulierung und Schnitthöhe), na ja wie sollte es auch anders sein. Des weiteren verfügt der Spider über zwei Fahrgeschwindigkeiten und sollte mal das Signal von der Fernbedienung unterbrochen werden, dann muß man das Teil nicht erst wieder einfangen, sonder es stoppt von alleine und sobald die Verbindung wieder steht, kann es auch direkt weitergehen.

Die Mitgelieferten Akkus halten bis zu 20 Stunden (Ladezeit 2,5 Stunden) und das Gerät an sich läuft mit ökologischem Öl, daher kann man quasi von einer umweltfreundlichen Maschiene sprechen, ab ins Naturschutzgebiert damit. Den Spider gibt es in zwei Ausführungen (ILD 01 & ILD 02), die sich lediglich in Schnitthöhe, Schnittbreite, Flächenleistung sowie Gewicht und minimal im Design unterscheiden. Ebenso läßt sich der Spider auch bei feuchtem Bestand (Tau, Regen, Uferböschungen etc.) einsetzen. Das heißt, mein Anwesen wird mal einen eigenem See haben, das sollte mindestens schon drinnen sein, den auch der Spider ist nicht gerade billig. Der Preis variiert je nach Modell zwischen 25.990,00 € und 31.990,00 €. inklusive Mehrwertsteuer. Also, dem Rasenmäher hinterherlaufen und Abgase schnüffeln war gestern. Via.

25. August 2008

Autofahren in Frankfurt – in Zukunft nur noch im Panzer

Filed under: bullshit — raduletzgo @ 09:32

Ich liebe ja den täglichen Weg zur Arbeit mit dem PKW. Da könnte ich doch glatt zum Bulimiker werden, da ich jeden morgen kotzen könnte! Wie kann man nur so bekackt Auto fahren, da hat man echt das Gefühl als wären nur dilettantische Sonntagsfahrer um einen herum. Auf konkrete Beispiele möchte ich nicht eingehen, da dies sonst den Rahmen dieses Blogs sprengen würde. Ganz besondere Spezis sind allerdings so Jungs und Mädels die morgens mitten im Berufsverkehr in zweiter Reihe halten um mal schnell eben den Überweisungsträger bei der Bank einzuwerfen, oder Zigaretten kaufen, oder mal schnell ein Brötchen holen, oder…

Ob es daran liegt, dass ich mir ein 1A Fahrrad gekauft habe, welches ich in letzter Zeit genutzt habe um zur Arbeit zu fahren? Ich weiß es nicht, aber irgendwie habe ich generell keinen Bock mehr Auto zu fahren und das hat absolut nichts mit den hohen Spritkosten zu tun. Sollte ich es weiterhin nutzen, dann nur wenn ich ein Megaphon mit mir führe um meinen Frust an den ganzen Vollpfosten auszulassen, oder noch besser wäre da ein Panzer – dann ist Schluss mit lustig!

Armageddon!!!

Eine Alternative ware natürlich auch diese nette Fahrzeug:

Und weil es einfach nur saucool ist und ich so was schon immer mal verlinken wollte, hier noch der selbstgebaute Panzer von Student Will Foster (19 Jahre):

Zweite Reihe Parker here I come!

Sonntags in Köln – Auswärts dabei

Filed under: sports — raduletzgo @ 00:23

Eigentlich schaue ich mir die Bundesligapartien der Eintracht lieber zu Hause im heimischen Stadion an oder vorm TV. In den seltensten Fällen gucke ich mir eins der Spiele auch mal Auswärts vor Ort an wenn sich die Möglichkeit ergibt. Vergangenen Sonntag war es mal wieder soweit.

Für den zweiten Spieltag der Bundesliga und somit dem ersten Auswärtsspiel der Eintracht in dieser Saison konnte ich noch zwei Karten für das Spiel beim 1. FC Köln ergattern. Also sind wir dann am Sonntag doch noch spontan an die Stadt am Rhein gefahren und selbst das Wetter spielte mit.

In Köln angekommen war ich direkt erstaunt von dem hohen Polizeiaufgebot, ob es berechtig war, das vermag ich nicht zu beurteilen, aber Vorsicht ist ja die Mutter der Porzellankiste und somit auch besser als Nachsicht.

Bevor es zum Stadion ging, haben wir in der Nähe vom Dom bei Früh noch ein leckeres Jägerschnitzel mit Pommes und dazu noch ein paar Kölsch zu uns genommen.

Um uns herum waren sehr viele angereiste Frankfurter Fans zu sehen und vor allem zu hören. Ja, es ist ein Auswärtsspiel und ja Frankfurt hat mitunter die lautesten Fans der Bundesliga (mitunter auch die asozialsten), aber irgendwie kann ich auf diesen ganzen Trubel drum herum auch verzichten. Ich wollte lediglich einen angenehmen Sonntagnachmittag in Köln verbringen und ein bisschen Fußball gucken.

Auf dem Weg zurück zum Parkhaus und auf der Suche nach einer Sparkasse habe ich dann noch eine Dunkin Donuts Filiale entdecket. Fuck verdammt, Banken sind da zwar nicht so viele zu finden wie in Frankfurt, aber dafür gibt’s in Kölle Dunkin Donuts. Yaay!

Der Weg zum Stadion aus der Innenstadt war sehr einfach zu finden dank GPS und Navigationssystem und je näher man der Rhein Energie Arena kam umso mehr staute sich der Verkehr, aber alles hielt sich im erträglich Rahmen. Vom Parkplatz (P1) aus bis zum Stadion war es ein Fußweg von ca. 10 min.

Am Stadion angelangt konnte ich direkt das Gelände betreten und hatte keinerlei Wartezeit bei der Einlasskontrolle. Schnell noch aufs Klo und selbst hier sieht bemerkt man das der Architekt mitgedacht hat, eine Tür ist für den Eingang und eine für den Ausgang (Frankfurt hat so etwas natürlich nicht), das macht Sinn, da an Spieltagen viel Bier getrunken wird und mindestens genauso viel gepinkelt wird, dementsprechend hoch ist der Verkehr an diesem stillen Örtchen. Erstaunt war ich ebenfalls von den Desinfektionsmittel-Spendern auf den Toiletten wenn das Geschäft doch etwas größer wird, das macht wiederum auch Sinn, da etliche Fans und Nicht-Fans genauso wenig zielen können wie Köhler auf das gegnerische Tor oder Amanatidis mit seinen Pässen bei dem besagten Auswärtsspiel.

Im Block (O11) angekommen sorgten die ersten Frankfurter schon für Stimmung und wenn man die Eintracht ein bisschen kennt, dann erkennt man auch einige bekannte Frankfurter Gesichter. Hey, immerhin war da wohl irgend so ein Schauspieler aus der TV-Serie „Verbotene Liebe“ anwesend, aber ich habe keine Ahnung wie der gute Mann heißt.

Weitaus weniger erfolgreich beim erspähen von „bekannten Gesichtern und Freunden“ war Miss Piggy eine Reihe vor mir. Die gute war nicht groß gebaut, sondern eher breit und natürlich musste sie alle zwei Minuten aufstehen, da sie anscheinend glaubte jemand im Stehblock erkannt zu haben und selbst wenn, who the fuck cares? Ganz abgesehen davon, dass wir im Oberrang saßen! Noch wurde das Spiel ja nicht angepfiffen, also konnte es mir auch egal sein, was die Tante vor mir macht, allerdings machte sie mich verrückt mit ihrem zurechtrücken des Shirts nach dem Aufstehen und nach dem Hinsetzten, die gute fühlte sich anscheinend zu fett.

Ja verdammt, ich schweife schon wieder ab, aber so Leute gehen mir nun mal auf den Sack, so etwas macht mich ganz kirre. Einen muss ich allerdings noch drauf setzten, rechts von mir saßen diese Jungs die mir bereits in der Innenstadt aufgefallen waren. Anhand der hässlichen Poloshirts in Kombination mit noch hässlicheren Frisuren und der Piloten Ray-Ban sahen diese Jungs so aus, als hätte ihnen (die Schule Schloss) Salem Freigang erteilt. Was zum Teufel macht die „Verantwortungselite“ bei einem Ballspiel das überwiegend vom Proletariat besucht wird im Gästeblock? Na ja, vermutlich waren das wannabe Internatsschüler, da Pappa ihnen doch sonst bestimmt ein paar Tickets auf der VIP Tribüne organisiert hätte.

Ich habe eben bei Wikipedia gelesen, dass Patrice, sein Abi auch in Salem gemacht, von wegen Ghetto und so. Ich lach mich schlapp! Nun zurück zum Sport:

Es folgte die Mannschaftsaufstellung der Kölner und irgendwie hatten die Frankfurter die Heimmannschaft genauer studiert, da sie bei allen Spielern die Nachnamen kannten, aber anscheinend heißen alle Kölner „Arschloch“ mit Familiennamen – da sind die Eltern wohl doch Geschwister.

Wie auch immer, das Spiel wurde nun endlich angepfiffen und Miss Piggy musste natürlich weiterhin stehen und sich wieder hinsetzten und ihr Shirt zurechtrücken. Unglaublich, wie mir jemand mit so einer Kleinigkeit auf den Sack gehen kann, aber das habe ich ja bereits erwähnt.

Die Eintracht spielte irgendwie lahm, aber sonderlich Action hatte ich auch nicht erwartet. In der 30. Spielminute kassierten die Frankfurter ihr erstes Tor durch einen Befreiungsschlag von Mannschaftskapitän Ümit Özat auf Milivoje Novakovic und kurz darauf erhielten die Kölner noch einen elf Meter, da sich der Frankfurter Verteidiger Patrick Ochs ein wenig zu ambitioniert im Strafraum gegen Sergiu Radu durchsetzten musste/wollte. Überflüssig war das Ganze schon, aber er hat immerhin Glück gehabt, das hätte nämlich ganz easy rot geben können.

Der Kölner Roda Antar patzte beim dem elf Meter-Schuss und somit ging der Ball dann an den Pfosten. Die restliche erste Halbzeit verlief eher öde und als Trainer Friedhelm Funkel Mehdi Mahdavikia nach der Halbzeit einwechselte, rechneten viel schon mit dem Schlimmsten.

Doch dann kam die Wende, Faton Toski wurde durch Caio, dem teuersten Einkauf in der Geschichte der Eintracht ersetzt. Caio soll ja angeblich das Problemkind  (gennant auch “Problem-Brasilianer”) der Eintracht sein. Okay, er kam wohl mal zu fett aus dem Urlaub zurück, aber mittlerweile hat er einige Kilo abgenommen und wirkt sehr fit. Bisher durfte er auch keine einzige Partie durchspielen, ebenso selten wurde er bisher auch eingewechselt, aber jedes Mal wenn er spielen durfte, dann ist der 22 jährige Brasilianer aufgefallen.

Ab dem Augenblick als Caio auf dem Platz stand änderte sich die ganz Situation. Die Eintracht wirkte insgesamt aggressiver. Caio war keine fünf Minuten im Spiel und erzielte mehr Schüsse auf das gegnerische Tor als alle anderen seiner Teamkollegen. Getroffen hat er zwar nicht, aber immerhin hat er sich bemüht.

In der 81. Spielminute konnten die Frankfurter dann zum Glück durch einen Pass von Kapitän Ioannis Amanatidis auf Martin Fenin, der das Leder per Kopfball im Kölner Tor versenkte, mit einem 1:1 ausgleichen. Caio war an dieser Situation beteiligt, auch wenn er nur den Ansatz dieser vorbereitet hat.

Die Frankfurter erhöhten den Druck auf die Kölner, aber konnten sich letztendlich nicht durchsetzten und somit endete diese Partie mit einem 1:1. Immerhin, das ist der erste Punkt für die Frankfurter in dieser Saison.

Zum Schluss wurde natürlich noch eine Rauchbombe im Frankfurter Stehblock gezündet was für Aufregung bei den Kölner Ultras sorgte, doch durch das massive Polizeiaufgebot konnten Ausschreitungen unterbunden werden und so verlief der zweite Spieltag in Köln relativ friedlich.

20. August 2008

The Dark Knight im Deutschen Kino

Filed under: events,tv & movies — raduletzgo @ 23:55

Wie ist das wohl The Dark Knight im deutschen Kino zu gucken? Ich habe zum ersten mal die Möglichkeit genutzt, mein Ticket direkt online zu kaufen anstatt es nur zu reservieren. Das ist extrem praktisch, weil man nicht eine halbe Stunde vorher vor Ort sein muss und weil die Herrschaften das Geld direkt vom Konto abheben, per Lastschrift, was aber auch nur funktioniert wenn man das Ticket etwa zwei Wochen vorher ersteigert, ansonsten funzt es nur mit der good ol Kreditkarte.

Da ich genau wusste, dass ich diesen Film auch mal auf deutsch gucken muss, konnte ich auch schon vor knapp drei Wochen das Ticket bestellen. Gut, ich gucke mir den sicherlich noch zweimal im englischen Kino an. Dort habe ich sicherlich mehr Spaß, weil das Publikum doch überwiegend anspruchsvoller und mitfühlender ist. Ist das so? Ja verdammt!!!

Ich war in der VORPREMIERE (!!!) und wir alle wissen, werden hauptsächlich nur Nerds, Fanboys und Jungs ohne Freundinen, aber dafür mit viel weißer Schminke im Gesicht zu sehen sein. Tja, das dachte ich zumindest. Vorm Kino waren nur Leute die so aussahen als wären sie gerade von der After-Work-Party gekommen oder langweilige Pärchen, also dachte ich mir, die schrägen Vögel sitzen schon im Kino. Das schrägste was ich an diesem Abend allerdings zu sehen bekam war eine Gruppe Gothik-Kids vorm Kino, welche nur am vorbeilaufen war.

Ernüchterung machte sich langsam breit, aber ich war ja wegen dem Film da und nicht wegen den Freaks, sonst wäre ich ja auch zur GC nach Leipzig gefahren. Nachdem ich mein elektronisches Ticket vorgezeigt hatte ging es direkt zum Snackstand, 7,90€ für ne Cola und ein Tüte Popcorn ist irgendwie doch scheiße!

Wie auch immer, vor dem Kinosaal wurde wie auch in den Staaten die Gotham Times verteilt, virales Marketing nennst sich ja so etwas und tatsächlich hatte ich das große Glück neben einem Pärchen zu sitzen das eigentlich Dumm und Dümmer hieß. Sie hat erst sehr spät verstanden was es mit dieser Zeitung auf sich hatte (“Ach, da steht das Making-Of drinnen” oder “Wie, ne Zeitung? Steht da auch was aktuelles drinnen?”) und er hat grundsätzlich nur bei den Actionszenen gelacht. Whatever, ich war ja wie bereits erwähnt wegen dem Film da, da muss man halt auch davon absehen, dass synchronisierte Filme irgendwie scheiße klingen. Okay, es war solide synchronisiert, aber dennoch macht es irgendetwas kaputt.

Mit klatschendem Publikum habe ich nicht gleich zu Anfang des Films gerechnet, aber dann doch wenigstens zum Schluss. Diese Trottel klatschen doch sonst bei jedem Scheiß mit, aber da war nichts. GAR NICHTS!!! Bevor ich es vergesse, das Kino war nicht mal ausverkauft!

Hello!?! It’s the fuckin Batman!

Die Leute sind aufgestanden und raus gegangen, ein paar haben dann noch beim raus gehen versucht etwas pseudointelektuelles zu sagen, nur weil sie mit ihrem iPhone die letzte Dark-Knight Rezension auf Spiegel Online gelesen haben und die finde ich auch furchtbar beschissen. Besonders beschissen finde ich es wenn Leute anfangen darüber zu reden wie gut doch Heath Ledger den Joker gespielt hat, öhm ja wie gesagt der Film ist synchronisiert und zu einer Rolle bzw. Charakter gehört nun auch mal die original Stimme und wenn dann Johnny Übersetzter das ganze synchronisiert, dann ist das wie schon weiter oben bereits erwähnt etwas unvollkommen.

The Dark Knight ist einfach eine bomben Comicverfilmung und da kann leider keiner was sagen, jetzt wo ich den Film bereits zum vierten mal geguckt habe finde ich ihn immer noch nicht langweilig, auch wenn er 152 Minuten läuft und das haben bisher nur sehr wenig Filme bei mir geschafft.

19. August 2008

eMC – The Show

Filed under: music — flo3030 @ 08:37

Das Einheitskonzept wird, was HipHop angeht, immer irrelevanter. Während die meisten Künstler “Solo gehen” um sich “kreativ zu entfalten” bzw. dickere Gewinne einstreichen können, nahm die Gruppenidee innerhalb der letzten Jahre ihren Platz auf der Hinterbank ein. Viele der Crews die früher begeisterten, haben heutzutage Probleme was ihren Zusammenhalt und damit auch ihre Relevanz angeht. Doch für jedes Problem gibt es bekanntlich eine Lösung und in diesem Falle, heisst die Lösung kurz und bündig eMC.

Das Debutalbum von Wordsworth, Strickland, Punchline und dem legendären Master Ace hält was es verspricht. Hier sind eingesessene Künstler am Werk, die es eigentlich nicht nötig hätten, ihre Einnahmen durch 4 zu teilen und im Gegensatz zu einer unbekannt gebliebenen Kombo aus Deutschland heisst die LP daher nicht einfach “Aus Liebe zum Spiel”.

Auf vielen Blogs als Konzeptalbum bezeichnet, würde ich eher meinen, dass das Album liefert, was einen Klassiker ausmacht: den hinreichend bekannten roten Faden. Auf rund und on Top produzierten Tracks, die das eine Mal smooth, das andere Mal aggressiv, funky oder auch sehr reduziert daher kommen, existieren keine schwachen Verse. Man sollte erwarten das Ace den Rest der Crew outshined, was aber keineswegs der Fall ist. Gerade Strick und vor allem der inzwischen künstlerisch ausgewachsene Wordsworth hauen uns einen Hammer nach dem anderen um die Ohren.

“…u ain’t never drive a phantom any day
u cudn’t buy tickets, to the opera, with the phantom in the play
it’s like a brushfire, the flames that i spit
cos it only spreads wider, when u fannin’ them away
…”
-Wordsworth auf “Leak It Out”

Angefangen mit dem ernsthaft biografischen Opener “Who We Be” über die easy-going erste Single “Leak It Out”, das soulige “Don’t Give Up On Us” bis hin zum kontrastbringenden Banger “Git Sum” mit Sean Price als Brownsville Family Affair wird schnell klar, dass dieses Album keine Aufälle mit sich bringt. Erwähnt werden sollte ausserdem noch die völlige Abstinenz der so genannten N-Bomb und des eingeschränkten Gebrauchs jeglicher Cursewords. Das die LP ohne die üblichen Klischees und das oftmals damit verbundene Gangsterizm auskommt, muss wohl nicht extra angedeutet werden.

YouTube Preview ImageAuf zwei weiteren Highlights wird zum einen erläutert “What It Stands For“, auf dem die Jungs unzählige Bedeutungen für den Crewnamen (every minute counts, everyone must contribute, experience musical change, each man can, etc.)  preis geben und zum anderen auf wen es wirklich Wert ist, einen Groll zu hegen (“The Grudge”) – beides Stücke der liebevollsten Sorte im Sinne künstlerischer Ausarbeitung.

Auf über 20 Tracks wirkt eMC nicht ein einziges mal überfordert oder uninspiriert. Ausfälle bleiben aus und wirklich gute Stücke gibt es auf dem Album zu Hauf. “The Show” ist ohne Frage die erste richtig große HipHop-LP des Jahres 2008. Wer die Möglichkeit hat, sollte eMC ausserdem live sehen!

M3, 2008

16. August 2008

Mondfinsternis, how fuckin’ romantic!

Filed under: bullshit — raduletzgo @ 23:57

Mondfinsternis ist out, wer cool ist sagt MoFi, aber wirklich aufregend war das ganze ja nicht!

Ob es daran lag, dass es sich nur um eine partielle Mondfinsternis handelte? How knows? Langweilig war es allemal auf dem Lohrberg zu sitzen und sich dieses Naturschauspiel rein zuziehen (war ja auch nicht meine Idee). Selbst eine blaue Leuchtfrisbee hatte ihre Probleme damit, mir das ganze erträglich zu machen und ich liebe ja alles was leuchtet, also musste doch wie immer der Äppler herhalten.

Nichts gegen diese Art von Spektakel, aber da zieh ich mir doch lieber Celebrity Rehab auf MTV rein, na ja vielleicht bin ich einfach doch zu ignorant für so einen Scheiss.

13. August 2008

Der Mann, den sie Fisch nannten!

Filed under: sports — flo3030 @ 07:04

Viele Leute hassen Olympia, vielleicht zu Recht. Ich nicht. Zumindest früher hab’ ich verdammt viel Sport getrieben, war in unzähligen Vereinen, bin gefühlte 10 mal aufgestiegen, hab auf Stadt-, Landes und sogar Deutschen Meisterschaften teilgenommen und kann daher nicht nur deshalb dieser “Show” etwas abgewinnen.

Sicher, generell läuft da ‘ne Menge falsch: Athleten die entweder jahrelang mit dem Rohrstock gezüchtigt werden bis der dreifache Auerbach mit Doppelschraube blind sitzt, oder illegale Methoden anwenden um sich von anderen abzusetzen. Ein Land das sich als fortschrittlich präsentiert, welches es offensichtlich nicht ist. Ein Event das mindestens genauso stark vom Global Business dominiert wird, wie von den schon angesprochenen Leistungen. Und doch: Unter’m Strich bleiben letztendlich doch nur diese übrig – für mich jedenfalls.

Da gibt’s nun also so einen Kerl, der die Schwimmwettbewerbe dominiert. Amerikaner, Student und ‘ne ziemlich koole Sau. Als er gestern seine 5. Goldmedallie (alle Siege selbstredend in Weltrekordzeit) abholte und damit auch erfolgreichster Olympionike aller Zeiten wurde, verlas er auf der folgenden PK die  gerade erhaltene SMS seines Roommates: “How many times do i have to see your ugly face [in TV] today?!?” – Pretty funny.

In den letzten 2 Jahren sage und schreibe 41mal auf Doping getestet, darf der junge Mann wohl mit Recht stolz sein. Interessanter hingegen ist vielleicht, dass er vor nicht all zu langer Zeit einer neunmonatigen Freiheitsstrafe entkam, die am Ende auf Bewährung ausgesetzt wurde. Totally hammered gefährdete er mit ca. einem Promille den Verkehr – fahrenderweise versteht sich. Durch einen anderen Richter hätte die USA eventuell 12 Medallien weniger im ewigen Spiegel. 100 Sozialstunden führten ihn aber, nach eigener Aussage, auf den richtigen Weg und so dominiert er heute eben die Konkurrenz. Ach, was sag ich – spätestens auf der zweiten Bahn ist klar wer gewinnt, am Ende hat er oft mehrere Längen Vorsprung und ob’s nur am Speedo-Anzug liegt, kann ich nicht beurteilen.

Ich gebe auch zu: So langsam wird’s langweilig, aber faszinierend ist es trotzdem.

10. August 2008

Where the angels meet…

Filed under: events — raduletzgo @ 13:56

Tja, da stand ich also gestern in Seligenstadt und schlecht war das ganze ja nicht, allerdings bin ich in Erwartung einige interessante Bilder machen zu können zu dem Hells Angels Summerbash gefahren.

Um mir jeglichen Ärger zu ersparen und Ärger will man mit diesen Jungs ganz bestimmt nicht, habe ich mich direkt beim Einlass erkundigt ob es möglich sei einige Bilder für den privaten Gebrauch knipsen zu dürfen.

Es folgte ein kurze Antwort, aber ich bin ja auch davon ausgegangen, dass mein Anliegen höchstwahrscheinlich nicht befriedigt werden würde. “Fotos kannste schon machen, aber dann kanns passieren das Du heute ohne Kamera nach Hause gehst. Einige von den Jungs reagieren da sehr allergisch drauf!”, also ließ ich das gute Stück direkt im Rucksack liegen und widmete mich den alkoholischen Getränken an der Bar.

Auf dem Weg dorthin waren jede Menge Engel mit ihren recht attraktiven Begleitungen zu sehen, aber auch hier will man nicht die falsche Dame angucken. Das ist nämlich ein no go, genauso wie der Running-Gag des Abends „Komm lass doch mal schnell ein paar neue Freundschaften schließen und ein paar Bikes umtreten!”

An der Bar angelangt und immer mit der Vorsicht im Hinterkopf niemand anzurempeln, da man wie bereits erwähnt Ärger vermeiden möchte, erschien mir Jack Daniels mit Cola das Lieblingsgetränk der Engel zu sein, da sich so gut wie jeder von den Jungs einige davon genehmigte, aber meinen sauer gespritzen Schoppe ließ ich mir natürlich nicht nehmen. Zu diesem gennanten Mischgetränk aka Longdrink ist zu sagen, dass die Jack Daniels Cola Mischung für meinen Geschmack sehr milde war, daher wurde dieses Getränk von den anderen Besuchern auch Literweise abgepetzt.

Es folgte ein Spaziergang über das Gelände, wobei die Atmosphäre einen leichten Touch von Volksfest versprühte, denn neben dem Parkplatz für die Bikes waren jede Menge Stände mit Merchandise zu finden. Die coolsten Merchandisingartikel waren leider bei dem Stand für den Bezirk Offenbach ausfindig zu machen und wenn man nun mal aus Frankfurt kommt und zudem auch noch bei einem Frankfurter Bundesligisten angestellt ist, dann kauft man sich lieber doch kein Shirt auf dem noch Offenbach steht, egal wie cool das Design ist. Das Logo der Hells Angels finde ich übrigens absolut zeitlos und somit sehr geil!

Zwei Äppler später und nach der Besichtigung des Vereinsheims, welches über einen Transparenten Laufsteg (mit Stangen für Pole Dancing) verfügte, der über den Köpfen der Besucher hinweg verlief(!!!), folgte der Auftritt einer Kiss Coverband, was allerdings nicht zu 100% meinen Geschmack traf. Interessanter war da eher der Auftritt gewisser Damen im Coyote Ugly Style. Als krönender Abschluss des Abends folgte ein Auftritt eines „Hustler-Girls” auf dem besagten Laufsteg.

So habe ich also meinen Samstagabend in Seligenstadt verbracht und ich muss sagen, dass es ein sehr interessanter Abend war, auch wenn ich leider nicht dem Hauptanliegen meines Besuches nachgehen konnte und somit keine Fotos entstanden sind, aber wie bereits erwähnt, interessant war es allemal.

9. August 2008

Welches Wachstum?

Filed under: bullshit — flo3030 @ 12:33

Es gibt Menschen, die einen gewissen Status inne haben. Man nimmt ihnen ab, was sie sagen und verzichtet darauf zu hinterfragen. Was Beckenbauer für Fussball, Schmidt für Politik ist Allan Greenspan für die Weltwirtschaft – und das im Allgemeinen nicht zu Unrecht, war der nette Herr doch jahrelang Vorsitzender der Federal Reserve.

Alle paar Wochen segnet Greenspan, wenn er nicht gerade seine Biografie promotet, die Medien mit 2,3 Sätzen zur aktuellen Lage der Welt und der Blätterwald verbreitet diese hingebungsvoll. So auch Ende Juli: Einer seiner Beiträge in der Financial Times beschäftigt sich mit der aktuellen Krise der Märkte und dem latenten Hinweis, dass solch ein Problem nur ein bis zwei mal pro Jahrhundert um die Ecke biegt. Puh, da haben wir ja nochmal Glück gehabt. Also: Arschbacken zusammenkneifen, Drink bestellen und einfach abwarten. Wird schon!

Noch viel interessanter ist jedoch einer seiner Nebensätze. Wirklich überraschend sei für ihn nicht, das sich das allgemeine Wachstum verlangsamt, “sondern, dass es überhaupt noch Wachstum gibt!

Ein Satz der jedem pseudointelektuellen Linken – wohl oder übel – das Wasser in die Augen treiben dürfte. Endlich ist man nicht mehr alleine mit den Stammtischkollegen – NEIN! – Allan Greenspan sieht’s genauso. Ist das nicht herrlich? Ob der geneigte Financial Times Abonnent den Satz ähnlich interpretiert, gillt es noch heraus zu finden.

Bis dahin, gibt’s jedenfalls zumindest einen guten Grund, sich ein kleines bischen besser zu fühlen. Vielleicht wird Greenspan ja auch noch von Herrn Obama rekrutiert, zumindest um den Altersdurchschnitt des (Schatten)kabinetts ein wenig anzuheben. Eine Idee ist’s allemal!
Via SZ, Spon et al.

Need a new watch?

Filed under: bullshit,tech — flo3030 @ 00:05

Der ein oder andere Mitbürger kauft sich ja gerne mal ‘ne Uhr – am besten passend zum Style der neuen Kutsche. Aufgrund dessen, kann ich euch folgendes Exemplar – die Richard Mille RM008 – beim besten Willen nicht vorenthalten.

Sie ist der Inbegriff von Style, Präzision und Solidität, kommt in Pinkgold, Weissgold oder natürlich Platin daher und die integrierte, variable Massenträgkeitsbalance sorgt für die notwendige Zuverlässigkeit.

Nein, ich habe keine Ahnung, was ich hier gerade blogge – ich weiss nur eines: Die Uhr kostet 279.000 Pfund, was immerhin 357.000 €uro entspricht und das – liebe Freunde – ist dann auch der Kicker dieses Eintrags. Schönen Abend noch! Via.

8. August 2008

My favourite asian cook

Filed under: food — raduletzgo @ 16:23

Also eigentlich will ich ja keine Werbung machen, aber dieser Typ ist einfach nur völlig unterbewertet. Minh zaubert seit fast einem Jahr die besten aisatischen Gerichte die ich jemals gegessen habe. Auf der Karte, die übrigens sehr abwechslungsreich und extrem lang ist, finden sich Standardgerichte wie z.Bsp. gebratene Nudeln, sowie Speisen von den ich noch nie gehört habe. Jedes mal wen ich dort zu Tisch bin habe ich ein neues Lieblingsgericht welches ich auch beim nächsten Besuch essen möchte, allerdings muss ich dann doch immer wieder etwas anderes probieren und so entdecke ich fast wöchentlich mein neues asiatisches Lieblingsgericht. Heute hatte ich Fu Yung Hai Spezial, welches auf der Karte die Nummer 86 ist – ein chinesisches Omlett mit geröstetem Schweinefleisch, Hühnerfleisch, Krabben und Gemüse!!! Einfach nur wow!

Der gute Mann bzw. Koch ist im liebenswerten Frankfurter Stadtteil Fechenheim zu finden; Alt Fechenheim 118. Don’t miss it!

08.08.08

Filed under: politics,tech — raduletzgo @ 15:55

Welch gloreicher Tag! Heute wird die Olympiade aka Farce in Peking eröffnet und in der Schweiz, besser gesagt in Cern werfen die Jungs endlich ihren Teilchenbeschleuniger an. yaaay!

Wie ja mittlerweile jeder mitbekommen haben sollte, finden die olympischen Spiele in Peking statt. Das ist ja der ideale Austragungsort schlechthin! Dort herrschen noch ideale Bedingungen für Hochleistungssportler. Frische Luft gibt es zu genüge und selbst Menschenrechtler kommen mit dieser vorbildlichen Regierung voll auf ihre Kosten. Im Land des Lächelns wird die Würde des Menschen nämlich noch gaaanz groß geschrieben.

Schon fast unspektakulär erscheint da die Inbetriebnahme des größten Teilchenbeschleunigers (Scan aus dem eigenen Archiv!) der bisher gebaut wurde. Haben sich die Jungs extra diesen Tag dafür ausgesucht, den 08.08.08? Vermutlich haben die den Schalter auch noch um 08.08 Uhr umgelegt. Ein neues Zaitalter sollte ja gebührend zelebriert werden, immerhin machen wir das mit dem Karneval auch jährlich am 11.11 um 11.11 Uhr.

Na dann, Anti-Materie Alaaf & let the games begin.

4. August 2008

The Dark Knight

Filed under: tv & movies — raduletzgo @ 10:44

Es gibt nicht viel zu sagen, außer das dieser Film der absolute Knaller schlechthin ist und das sage ich jetzt nicht weil ich diesen Film unnötig hypen will. Das hat ein Streifen dieses Kalibers gar nicht nötig. Christopher Nolan hat mit seinem Meisterwerk gezeigt, dass es nicht nötig ist einen Arthouse Film zu drehen um hohen Anspruch an den Mann zu bringen.

Ganz im Gegenteil, wer mit einer Comicverfilmung (!!!) so vielschichtig umgehen kann, der braucht vor nichts mehr Angst zu haben und kann von mir aus nur noch Kunstfilme in brauntönen drehen in denen dicke Frauen kleinen Kücken die Köpfe abbeißen um anschließend damit Bilder an die Wand zu pinseln.

Zu den Schauspielern ist genau so wenig zu sagen, außer das J. Nicholson bisher ein grandioser Joker war, na ja bis Heath Ledger ihn vom Thron gestoßen hat. Junge, Junge, ich hätte niemals gedacht das jemand so überwältigend diesen kranken Villan bzw. diese perverse Art des Jokers rüberbringen könnte und überhaupt ist seine schauspielerische Leistung ganz ganz groß.

Schade ist nur, dass er den Oscar dafür leider nur posthum erhält. Christian Bale ist wie immer auch sehr gut und die restlichen Nebencharaktere brauchen sich auch nicht zu verstecken. OMFG! Twoface!!! Mehr sei nicht gesagt. Bisher war Tim Burton zuständig für ordentliche Batman Filme, aber Nolan ist einfach nur der King. Bitte schnellstmöglich und im Kino angucken! Selbst Leute die Filme von Jim Jaramush und Wong Kar Wai bevorzugen tun nichts verkehrtes wenn sie sich dieses Spektakel angucken.

IMDB

2. August 2008

Bastellspass als kleiner Zeitverteib!

Filed under: tech — flo3030 @ 03:32

T-Mobile hatte die Spitzenidee, den Kunden die bereits für ihr neues iPhone bezahlt haben, die Wartezeit während des momentanen Lieferengpass ein wenig zu versüssen.

Wer also in freudiger Erwartung Ende Juli den Briefkasten öffnete, fand weder Goodies, noch eine Entschuldigung, sondern schlichtweg eine iPhone-Vorlage aus Papier die zum hemmungslosen Basteln aufforderte. Da war die Freude sicher riesig. Via iphone-ticker.